Zugegeben, ganz neu ist die Idee nicht. Bereits vor rund 20 Jahren wurde das Lastenfahrrad mit Mitteln des Quartiersmanagements zu einer mobilen Küche umgebaut. Ziel war es, die gesunde Ernährung und das gemeinsame Kochen im Wedding zu fördern. In den vergangenen Jahren geriet das Projekt jedoch in Vergessenheit und das Fahrrad stand lange ungenutzt im Keller.
Christian und Klee, zwei engagierte Mitglieder der Nachbarschaft, wollten an dieser Situation etwas ändern und führen nun das Angebot fort. Beide sind seit vielen Jahren im Quartier aktiv und wollten die mobile Küche wieder zurück auf die Straßen bringen. Mit 1.500 Euro aus dem Aktionsfonds des QMs konnten sie erste Anschaffungen für den Umbau realisieren; die Arbeit übernehmen die beiden ehrenamtlich. Derzeit sind sie weiter mit dem Umbau beschäftigt und suchen parallel einen geeigneten Standort für das Lastenrad.
Egal, ob bei KüfA-Angeboten („Küche für Alle“), in Spielstraßen oder bei Sommerfesten – mit seiner mobilen Küche in modularer Bauweise, ist das Lastenrad flexibel für verschiedene Einsätze im Quartier nutzbar. Die Module Kochstelle, Spüle, Kühltruhe und Arbeitsfläche lassen sich – je nach Anlass und Bedarf – unterschiedlich einsetzen und kombinieren. Außerdem wird überlegt eine Ausleihe für Interessierte im Kiez zu ermöglichen. Betrieben wird der Gemüsetransformator über erneuerbare Energien – mit beweglichen Solarpanels und einer Powerstation.
Das Projekt zeigt, wie wichtig freiwilliges Engagement für den Kiez bleibt, denn – mit dem Gemüsetransformator 2.0 entsteht ein neues Angebot für gemeinschaftliches Kochen und nachbarschaftliches Miteinander im Quartier.