Quartiersrätekongress

In der Regel findet einmal im Jahr der Quartiersrätekongress statt. Durch verschiedene Formate wird hierbei den Mitgliedern der Quartiersräte und der Aktionsfondsjurys der Raum gegeben, um sich auszutauschen und über aktuelle Themen zu diskutieren.

7. Berliner Quartiersrätekongress
8. Berliner Quartiersrätekongress
9. Berliner Quartiersrätekongress

Hände bilden ein Netzwerk. Foto: südost-Europa-Kultur e.V.

Neue Beteiligungskultur

Ressortübergreifende Koordination innerhalb der Verwaltung und eine neue Beteiligungskultur sind zentrale Erfolgsfaktoren und wichtigster Bestandteil des Berliner Quartiersmanagements (QM). Im Berliner QM arbeiten Bewohnerschaft, soziale Einrichtungen, lokale Ökonomie, Wohnungsbaugesellschaften, Verwaltung und weitere Organisationen partnerschaftlich zusammen.

Diese ämterübergreifende, sozialraumorientierte und integrierende Strategie motiviert die Bewohnerschaft, die Entwicklung im Stadtteil mitzugestalten. Ein Vor-Ort-Büro und Quartiersmanagement-Teams sind Anlaufstelle und Kommunikationsschnittstelle im Kiez.

Der Quartiersrat aus dem QM Ganghoferstraße. Foto: Mathias Hühn
Der Quartiersrat aus dem QM Ganghoferstraße. Foto: Mathias Hühn

Stimme der Bewohnerschaft

Der Quartiersrat ist die Interessenvertretung der Kiezbewohnerschaft. Er setzt sich aus Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Institutionen aus dem jeweiligen Gebiet zusammen.

Zusammen mit weiteren Akteuren, wie zum Beispiel Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Initiativen, Projekten oder Gewerbetreibenden erarbeiten sie gemeinsam mit weiteren Verfahrensbeteiligten die Schwerpunkte der Quartiersentwicklung im Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK). Dieses ist Grundlage für die Umsetzung von Maßnahmen in den Handlungsfeldern im Quartier z B. über den Baufonds und den Netzwerkfonds.

Außerdem entscheiden die Quartiersräte über den Einsatz der Gelder aus dem Projekt- und dem Aktionsfonds. Im Durchschnitt engagieren sich zwischen 15 und 25 Quartiersräte in einem Kiez. Ihre ehrenamtliche Tätigkeit ist besonders wichtig, da Quartiersräte ihre Erfahrungen einbringen können und ihren Kiez am besten kennen.

Rahmengeschäftsordnung Quartiersräte

Im Zuge des Reflexionsprozesses zu 20 Jahren Quartiersmanagement wird derzeit auch die Rahmengeschäftsordnung der Quartiersräte überarbeitet (RGO). Entstanden ist keine grundsätzlich neue RGO, sondern eine vereinfachte Fassung mit klarer Strukturierung. Neu ist jedoch die Regelung zur Stimmberechtigung, wodurch sichergestellt werden soll, dass immer die Bewohnerinteressen im Quartiersrat überwiegen.

Die RGO stellt die Handlungsgrundlage für die Quartiersräte dar, die somit in allen Quartiersmanagements analog ist. Wichtige Prozesse, wie beispielsweise die Kommunikation oder Abstimmungsverfahren werden in der RGO festgelegt.  Um den unterschiedlichen Zusammensetzungen der Quartiersräte in den einzelnen Gebieten gerecht zu werden, beinhaltet die RGO neben festgelegten Abschnitten auch optionale Passagen (grün dargestellt) und die nach den Rückmeldungen aus den Quartieren überarbeiteten Passagen (gelb dargestellt).

Aktionsfondsjury

Eine Aktionsfondsjury entscheidet über die Verwendung des Aktionsfonds mit dem kurzfristig Aktionen aus der Bürgerschaft für den Kiez unterstützt werden können.