QM Glasower Straße

Abschluss: Kulturbrücke stärkt Austausch im Kiez

Das Projekt „Kulturbrücke Jugenddemokratie“ endet nach fast drei Jahren im Quartiersmanagement-(QM)-Gebiet Glasower Straße. Es brachte Kinder und Jugendliche bei Workshops, Ausflügen und Auftritten zusammen, stärkte ihre Teilhabe und machte die Ergebnisse im Kiez sichtbar.

Mehrere Teilnehmende sitzen um einen Tisch und gestalten gemeinsam Wimpelketten.
In der „lit.city“ beim Tag der Städtebauförderung 2023 wurden Kiezwimpel bemalt. (Bild: QM Glasower Straße)

Im Berliner Vergleich leben im Glasower Kiez viele Kinder und Jugendliche. Gleichzeitig gab es nur wenige Freizeitangebote und kaum kulturelle Angebote für sie. Das QM-Projekt „Kulturbrücke Jugenddemokratie“ setzte hier an und ermöglichte Kindern und Jugendlichen von zehn bis 16 Jahren, eigene Ideen umzusetzen und ihre Teilhabe zu stärken.

Nach knapp drei Jahren endete das Projekt zum 31. Dezember 2026. Träger war der WerkStadt Kulturverein Berlin e. V., der künstlerische Projekte und Aktionen im Kiez umsetzt. Zum Abschluss zog die Projektverantwortliche Judith Rohleder Bilanz und blickte auf Formate, Partner und nächste Schritte.

Kinder und Jugendliche entwickeln Formate

Das Projekt startete am 1. Oktober 2022 und bot Kindern eine kreative Bühne, indem es Bedürfnisse aufgriff und Vorschläge gemeinsam umsetzte. Judith Rohleder meinte dazu: „Die von uns entwickelten Formate sollten Spaß machen und die Kreativität […] langfristig fördern.“

Im Laufe des Projekts erweiterte sich die Zielgruppe um ältere Jugendliche. Unter dem Namen „lit.woch“ mit dem Motto „Kunst machen und Kultur erleben!“ trafen sich Kinder und Jugendliche mittwochs zu Fotografie, Comiczeichnen und Musik. Sie entschieden mit über Themen und Ausflüge. Zu den Vorhaben gehörten eine Baumpatenschaft mit Umrandung einer Baumscheibe und ein Podcast-Projekt von einer Gruppe junger Frauen.

Ergebnisse sichtbar machen

Viele Kreationen des Projekts blieben nicht nur im Workshopraum: Fotos und Arbeiten wurden im Jugendclub sowie auf Festen präsentiert. Ein Höhepunkt war die Teilnahme am Kunstfestival „48 h Neukölln“ im Juni 2024 mit der Fotoausstellung “(in)between worlds”. Weitere Präsentationen folgten beim „Tag der Städtebauförderung“ und der „Fête de la Musique“.

Zu den Höhepunkten zählten zudem Fotorallyes im Kiez, am Teltowkanal und im Carl Weder Park. Besonders in Erinnerung bleiben der Besuch des Fernsehturms sowie ein Ausflug in den Britzer Garten.

Partner tragen Aktionen in den Kiez

Ein zentraler Ort für das Projekt war der Jugendclub, „Underworld“. Das Projekt arbeitete zudem mit Initiativen im Quartier zusammen, darunter „Nachbarschaftliches Miteinander auf dem Kulturbunker“, Freilandlabor Britz und Yeşil Çember mit ihrem Projekt „Empowerment für gesunde und nachhaltige Ernährung“. Auch nach Projektende soll der Kontakt zu Jugendlichen bestehen bleiben. Außerdem ist eine weitere Beteiligung im Projekt „MusiKIEZieren“ geplant.