Veranstaltungen
Aktion für Bedürftige und Obdachlose
Kulturhistorische Schnitzeljagd mit Eberhard Elfert
Extra-Vorstellung des Improvisationstheaters
Führung in Berlin Neukölln (Rixdorf) mit Reinhold Steinle
QM Richardplatz-Süd: Guten Tag - Merhaba - Witamy!


Zur Wohnsituation
Das Quartiersgebiet Richardplatz-Süd ist ein Ort, an dem die Spuren der früheren Einwanderung durch Böhmen und der neueren Einwanderung durch Arbeitsmigranten, Flüchtlinge und Zugereiste zusammenkommen und sichtbar werden. Das Quartier Richardplatz mit ca. 11.000 Bewohnern wird im Osten durch die Sonnenallee, im Süden durch die Saalestraße, im Westen durch die Karl-Marx-Straße und im Norden durch den Richardplatz begrenzt. Es ist überwiegend durch gründerzeitliche Wohnbebauung strukturiert und mit kleineren Gewerbehöfen durchsetzt. Prägend sind eine hohe Dichte und ein geringes Angebot an öffentlichen Grün- und Freiflächen.
Zur sozialen Situation
Hier lebt ein großer Anteil von Familien mit Migrationshintergrund. Die Fluktuation der Bewohner und der Wegzug von Familien des Mittelstandes sind immer noch ein Hindernis für eine nachhaltige Gebietsentwicklung. Armut, Sprach- und Bildungsdefizite sind sehr ausgeprägt. Mit diesen Defiziten gehen unter anderem auch kulturelle Ausgrenzungen verschiedener ethnischer Gruppen einher. Deutlich sichtbar ist der Gewerbeleerstand.
Wann wurde QM eingerichtet?
Die vielfältigen Probleme im Quartier waren Grund genug, es im Jahr 2005 als Quartiersmanagementgebiet der Kategorie I festzulegen. Träger ist die BSG Brandenburgische Stadterneuerung. Das Vor-Ort-Büro befindet sich in der Böhmische Straße 9.
Was waren die wichtigsten Aufgaben?
Die Handlungsschwerpunkte lagen zu Beginn der Arbeit des Quartiersmanagements in der baulichen Aufwertung des öffentlichen Raumes und - auch aktuell - in der Stärkung der sozialen Infrastruktur. Höchste Priorität erhält nach wie vor die präventive Arbeit mit Kindern und Jugendlichen an den Bildungseinrichtungen und die Einbeziehung der Eltern, insbesondere derer mit Migrationshintergrund. Die direkte Beteiligung der Bewohnerschaft, die Übernahme von Eigenverantwortung sowie die Stärkung des sozialen Miteinanders spielen bei der gesamten Quartiersmanagementarbeit v. a. in den Projekten eine zentrale Rolle.
Was wurde erreicht?




- seit Juli 2005 wurden bis 2009 rund 2,2 Millionen Euro Projektmittel eingesetzt (davon ca. 1,85 Mio. Euro für soziokulturelle Maßnahmen und ca. 350.000 Euro für investive Maßnahmen). Weitere 200.000 Euro für bauliche Zwecke kommen dem Quartier über den Quartiersfonds 4 zugute
- Januar 2008: Stadtteilversammlung mit über 100 Besuchern. Viele der im Open-Space-Verfahren eingereichten Vorschläge der Bewohner und Akteure flossen in die Arbeit des Quartiersmanagements ein
- Februar 2008: erste Quartiersratssitzung. Mehr als die Hälfte der Bewohnervertreter haben einen Migrationshintergrund
- seit 2006: Kiezzeitung "Richard", erscheint monatlich
- Beispiele für Wohnumfeldgestaltung: Aufbau eines Kindertreffs (2006); Umgestaltung einer alten Scheune zu einem Jugend- und Gemeinschaftstreff; Umgestaltung des Hofes der Adolf-Reichwein-Schule (QF-4-Mittel; Umgestaltung des Böhmischen Platzes
Richtungsweisende Projekte
- "Gewerbeleerstand als Ressource" Die zwischen|nutzungs|agentur bringt Eigentümer und Interessenten leer stehender Läden zusammen; seit Ende 2009 Biwaq-Projekt (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier)
- "Aufsuchende Beratung von Unternehmen". Die mpr Unternehmensberatung hält Sprechstunden ab und vernetzt Gewerbetreibende.
- "Steinles Gewerbetouren" - Dieter Jäger alias "Reinhold Steinle" führt durch den Kiez
- Nähstudio und Rixdorfer Kiezwerkstatt": Arbeitslose Frauen insbesondere mit Migrationshintergrund lernen Nähen, Schneidern und die deutsche Sprache. Es wird eine Zertifizierung angestrebt. Die angeschlossene Werkstatt stellt Werkzeuge für Kiezbewohner bereit und bietet Handwerkskurse an
- "Ich bin mein Kiez": Über kreatives Puppentheaterspiel erfahren Vorschulkinder an großen und kleinen Kitas im Quartier wie man besser miteinander reden und Gewalt vermeiden kann
- "Gesundheitscafé OASE an der Richard-Grundschule": Aufklärung über gesundheitsrelevante Themen und durch regelmäßige Bewegungsangebote
- "Stadtteilführung und Identitätsstärkung": Ausbildung von Jugendlichen und Frauen zu Stadtteilführern und -führerinnen ("Route44"), kindgerechte Präsentation des örtlichen Heimatmuseums für die Grundschüler des Quartiers
Entstandene Netzwerke
- "Kunstnetzwerk Richardplatz Süd": gemeinsame Aktionen, verbindende Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Flyer, Webseite)
Fotoimpressionen















