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Auf etwa 420 Quadratmetern kann die Kontaktstelle täglich bis zu 50 Personen unterstützen, die sich am Kottbusser Tor aufhalten und gesundheitliche oder psychische Probleme haben.
Möglich machte dies eine Zusammenarbeit des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg mit Fixpunkt gGmbH und dem Notdienst Berlin e.V. – finanziert durch das Programm „Sozialer Zusammenhalt“.
Gemeinsam stärken
„Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat mit der Finanzierung des Umbaus zu einem Gesundheits- und Sozialzentrums einen zentralen Beitrag geleistet, damit das Problem des Drogenkonsums im öffentlichen Raum am Kottbusser Tor unter Kontrolle gebracht wird. Besonders hervorzuheben ist die ressortübergreifende Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure, die vor Ort in einem Netzwerk organisiert sind. Diese Vernetzung hat das Quartiersmanagement am Kottbusser Tor seit Jahren erfolgreich vorangebracht“, sagt Ülker Radziwill, Staatssekretärin für Mieterschutz und Quartiersentwicklung.
Das neue Zentrum bietet Aufenthalts-, Hygiene- (Toiletten, Wasch- und Duschmöglichkeiten), Betreuungs- und bald auch Übernachtungsangebote. Vor allem aber soll die Anlaufstelle Drogenkonsumierenden ermöglichen, selbst mitgebrachte Substanzen unter hygienischen Bedingungen und medizinischer Aufsicht zu konsumieren.
Dafür ist das geschulte Personal der Fixpunkt gGmbH aus Sozialarbeitenden, Pflegekräften und pädagogischen Mitarbeitenden täglich vor Ort. Stundenweise sind auch Ärztinnen und Ärzte anwesend.
Unterstützung und Perspektiven finden
Alle, die professionelle Hilfe suchen, können sie im neuen Gesundheits- und Sozialzentrum erhalten. Das Besondere daran: Neben der akuten Betreuung werden auch zahlreiche weiterführende Angebote verfügbar sein. Von der Suchtberatung über Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekte, von der Wohnungslosenhilfe über Migrations- und Flüchtlingsberatung bis hin zur Rechtsberatung bieten unterschiedliche soziale Träger Sprechstunden an.
Vorrangiges Ziel ist es, Drogenkonsumierende umfassender zu unterstützen und gleichzeitig den öffentlichen Raum zu entlasten.
Öffnungszeiten
Die Kontaktstelle ist täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet – auch am Wochenende und an Feiertagen. Am Dienstag öffnet sie von 13 bis 19 Uhr. Geplant sind eine Ausweitung der Öffnungszeiten auf 12 Stunden am Tag sowie ein Nachtbetrieb von 20 bis 8 Uhr.