QM Dammwegsiedlung

Jugendliche leiten Angebote im Kiez

Im Quartiersmanagement-(QM)-Gebiet Dammwegsiedlung/Weiße Siedlung geben fünf Jugendliche Einblicke in ihre Arbeit als Peer Helper:innen. Sie leiten Angebote für Kinder sowie Seniorinnen und Senioren und teilen ihre Erfahrungen.

Vier Jugendliche und ein Erwachsener stehen vor einem blauen Vorhang.
Peer Helper:innen unterstützen Gleichaltrige auf Augenhöhe, fördern Eigenverantwortung und stärken Mitbestimmung im QM-Gebiet Dammwegsiedlung/Weiße Siedlung. (Bild: H. Heiland)

Peer Helper:innen sind geschulte Gleichaltrige, die ihr Wissen, ihre Fähigkeiten oder Erfahrungen an andere aus ihrer Altersgruppe oder Lebenssituation weitergeben. Sie geben Rat, unterstützen als Tutorinnen und Tutor oder dienen als Vorbilder in den Bereichen Jugendhilfe, Schule, Gesundheit und soziale Teilhabe.

Als Teil des QM-Projekts „Bewegte Freizeit+“ wurden die Peer Helper:innen in den letzten Jahren vom Ausbilder Diego Cuadra geschult. Sie erhielten ein Zertifikat und leiten nun selbst Gruppenangebote für Kinder und Jugendliche. Dafür bekommen sie fünf Euro Taschengeld pro Stunde. Beim Ferienprojekt FuN (Freizeit und Nachbarschaft in der Weißen Siedlung) leiten sie in den Ferien Kinder ab sechs Jahren beim Spielen am Geschwisterspielplatz. Sie führen Bewegungsangebote durch, malen und basteln mit ihnen und schlichten Streitigkeiten. Das Projekt wird aus Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ gefördert und vom Nachbarschaftsheim Neukölln e.V. umgesetzt.

Vielfältige Aufgaben

Neben der Arbeit mit den Kindern übernehmen die Peer Helper:innen weitere Aufgaben in der Siedlung. Sie helfen älteren Menschen im Nachbarschaftstreff Sonnenblick und begleiten sie zu Ausflügen, etwa in die Gropiusstadt. Dort hören sie gemeinsam Musik aus den letzten Jahrzehnten.

Manche unterstützen auch beim Aquaponik-Projekt, wo Fische und Pflanzen zusammen gezüchtet werden. Sie lernen mehr über natürliche Kreisläufe und über einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Andere engagieren sich beim Pflanzen- oder Bienenprojekt auf dem Dammweg. 

Erstes eigenes Geld

Eine große Bedeutung hat für die Peer Helper:innen aber auch das oft erstmals selbst verdiente Taschengeld. „Das ist ein gutes Gefühl – Geld, das ich selbst erarbeitet habe“, beschreibt eine von ihnen. „Da habe ich gelernt, wie man arbeitet!“, sagt ein anderer stolz. Gleichzeitig lernen die Peer Helper:innen zuverlässig gegenüber dem Projekt und Diego Cuadra zu sein. Ihr Ausbilder legt nämlich großen Wert auf Pünktlichkeit und Ehrlichkeit.

Ein weiterer Aspekt ihrer Arbeit ist das regelmäßige Aufräumen und Mülleinsammeln vor den Aktionen. Dadurch veränderte sich ihr Blick auf die Siedlung. Insgesamt sind die Peer Helper:innen stolz auf die Anerkennung aus ihrem Umfeld.