QM Pankstraße

Ehrenamt im Pankequartier

Die Aktionsfondsjury entscheidet, welche Projekte in der Nachbarschaft unterstützt werden. Neun Menschen im Quartiersmanagement-(QM)-Gebiet Reinickendorfer Straße/Pankstraße bringen sich freiwillig in der Jury ein und stärken damit das Leben im Kiez.

Zwei Frauen mit Brille, Anna Sukale und Runa Buchenberger, lächeln in die Kamera.
Anna Sukale und Runa Buchenberger (v.l.n.r) sind Vertreterinnen der Aktionsfondsjury und beraten über Förderanträge- und Projekte, die Menschen im Kiez zusammenbringen. (Bild Julia Six)

Kleine Ideen, die den Kiez lebenswerter machen, werden von der Aktionsfondsjury unterstützt. Die Jury, bestehend aus Menschen aus dem Pankekiez, kommt mehrmals im Jahr zusammen und berät über Anträge aus der Nachbarschaft. Die Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich und zeigen, wie viel Einsatz im Quartier steckt. Drei dieser Jury-Mitglieder berichten über ihr ehrenamtliches Engagement.

Engagement mit konkretem Mehrwert

Runa Buchenberger engagiert sich seit dem Jahr 2024 in der Aktionsfondsjury. Sie suchte ein Ehrenamt, das sich mit dem Alltag verbinden lässt und zugleich einen klaren Mehrwert für die Nachbarschaft schafft. Für sie geht es darum, Menschen zu „stärken, die weniger Sichtbarkeit und Lobby haben“, erklärt sie. Gerade in Zeiten, in denen Kürzungen im sozialen Bereich vieles schwerer machen, will sie gezielt dort helfen, wo der Zugang zu größeren Förderprogrammen fehlt.

Anna Sukale, ein langjähriges Mitglied, schätzt an der Jury die Möglichkeit, das Quartier aus einer neuen Perspektive kennenzulernen. So hat sie durch die Anträge Vereine, Einrichtungen und engagierte Privatpersonen kennengelernt, die ihr sonst verborgen geblieben wären. Sie erklärt: „Man merkt erst durch die Jury, wie viele Menschen sich hier mit Herzblut für die Nachbarschaft einsetzen”. Am liebsten unterstützt sie besondere Projekte mit Wirkung im öffentlichen Raum — bepflanzte Baumscheiben, Nachbarschaftsfeste oder Mitmachangebote für alle.

Sevcan C. ist im Jahr 2026 dazugekommen. Als Erzieherin liegen ihr Kinder und Jugendliche besonders am Herzen. Zugleich setzt sie sich für Gruppen ein, die in Entscheidungen selten vorkommen. Sie bewegt vor allem, dass Privatpersonen ihre Freizeit opfern, um Angebote für den Kiez auf die Beine zu stellen.

Aktionsfonds unterstützt Projekte bis 1.500 Euro

Die Jury freut sich besonders über Projekte, die Menschen zusammenbringen. Dazu gehören mehrsprachige Begegnungsangebote, Vorhaben zur Barrierefreiheit im Kiez oder inklusive Angebote für Kinder und ältere Menschen. Oft sind es gerade die kleinen Ideen, die das Zusammenleben im Quartier bereichern. Wer eine Idee hat, kann einen Antrag beim Aktionsfonds stellen. Die Förderung beträgt bis zu 1.500 Euro. Voraussetzung ist, dass das Vorhaben das Miteinander im Quartier stärkt. Die Mittel für die Umsetzung der Aktionen stammen aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“. Interessierte, die sich gern bei der Aktionsfondsjury engagieren möchten, können sich hierfür gern via E-Mail beim QM-Team melden.