Am letzten Ferienwochenende verwandelten sich die Terrassen der Alten Hellersdorfer Straße in einen Treffpunkt für den ganzen Kiez. Vereine und Einrichtungen aus der Nachbarschaft stellten sich mit Ständen und Mitmachaktionen vor. Das Fest lud Groß und Klein ein, den Sommer gemeinsam ausklingen zu lassen. Organisiert hat es der Träger Deutsch-Polnisches Hilfswerk e. V. im Rahmen des Projekts „Kulturplatte", das aus Mitteln des Programms Sozialer Zusammenhalt gefördert wird.
Die Stände des Sommerfests reichten vom Kinderhaus Berlin-Mark Brandenburg e. V. über das SOS-Familienzentrum und das Stadtteilzentrum Hellersdorfer Terrassen bis zum Jugendklub Tresor. Unter Anleitung des Malers Tugrul Calis entstanden bemalte Leinwände. Kinder ließen sich schminken, bastelten Buttons und schlüpfen mit bunter Schminke in verschiedene Rollen. Der BSV Eintracht Mahlsdorf e. V. lud auch die Kleinsten ein, am Geschicklichkeitsparcours teilzunehmen. Wohingegen das Haus Kyritz erneut einen Rollstuhl-Parcours aufbaute. Beim Projekt „Für ein sauberes Quartier" sortierten Besucherinnen und Besucher symbolisch Müll in die richtige Tonne und übten sich so in der Mülltrennung. An den Ständen der Björn-Schulz-Stiftung und des Second-Hand-Ladens gab es Kleidung gegen eine Spende.
Musikalisch begleiteten Thomas Mikolajski und die Band Cat Music das Fest – mit Filmmusik aus „Kill Bill" und „From Dusk till Dawn". Den größten Jubel löste jedoch die Zaubershow aus. Die beiden Zaubernden zogen immer wieder Assistentinnen und Assistenten aus dem Publikum hinzu. Bei Kaffee, Kuchen, Waffeln und Würstchen verging der Nachmittag genauso schnell wie die Sommerferien.
Im Quartier Alte Hellersdorfer Straße fehlte es zu Beginn des Quartiersverfahrens an öffentlich sichtbarer Stadtteilkultur, an Veranstaltungen, Festen und Traditionen. In der Folge war auch die Identifikation der Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Quartier kaum ausgeprägt. Hier setzt das Projekt „Mit-Mach-Kiez“ an, das zahlreiche Feste und Veranstaltungen organisierte. Durch das Projekt „Kulturplatte“ wird diese Traditionen nun weitergeführt. Partner der Gebietsentwicklung haben nun die Möglichkeit, enger in die Organisation und Durchführung eingebunden zu werden. Auch die Bewohnerschaft ist eingeladen, sich zu engagieren. Zukünftig sind außerdem neue Formate wie Freiluftkino oder Spaziergänge geplant.