QM Brunnenstraße

Eltern erhalten Überblick über Kindertagesstätten im Kiez

Welche Kita passt zu meinem Kind, und welche Angebote gibt es im Kiez? Die erste Kitabörse im Quartiersmanagement-(QM)-Gebiet Brunnenstraße widmete sich diesen Fragen, indem sie Eltern mit Kindertagesstätten und Beratungsstellen zusammenbrachte.

Olof-Palme-Zentrum – Kinder-und Jugendzentrum und Stadtteiltreff
Die Kitabörse im Brunnenviertel gab Eltern Orientierung, machte freie Plätze sichtbar und bündelte Wissen über verschiedene Kitas und ihre Konzepte an einem Ort. (Bild: M. Hühn)

Den Kitaverbund im Brunnenviertel riefen das QM Brunnenstraße und das QM Ackerstraße im Jahr 2008 gemeinsam ins Leben. Seit dem Ende des QM Ackerstraße koordiniert das QM Brunnenstraße den Verbund gemeinsam mit dem Familienzentrum Wattstraße und seit dem Jahr 2025 mit der Bildungskoordinatorin Lara Schiff im Programm „Zukunftskiez“.

Aus dieser Zusammenarbeit heraus fand am 16. März 2026 im Olof-Palme-Stadtteilzentrum die erste Kitabörse im Brunnenviertel statt. Neben den genannten Akteuren hatte auch das Sprachförderzentrum Mitte zur Veranstaltung eingeladen. Die Bewerbung der Kitabörse sowie die Kinderbetreuung während der Veranstaltung wurden aus Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ finanziert.

Angebote sollen Familien erreichen

Die Veranstaltung gab Eltern aus dem Kiez die Möglichkeit, mehr als 15 Kitas und weitere Akteure aus dem Brunnenviertel kennenzulernen. Kiezübergreifend finden Familien auch im Sprachförderzentrum Mitte, im FamilienServiceBüro Mitte oder bei den Stadtteilmüttern Beratung und Unterstützung. Im Brunnenviertel gibt es darüber hinaus bereits zahlreiche Angebote für Familien mit Kindern im Vorschulalter. Im Kitaverbund sind knapp 20 Kitas vertreten, hinzu kommen das Familienzentrum Wattstraße mit Freizeit- und Beratungsangeboten sowie der Winterspielplatz im Kinder- und Jugendbereich des Olof-Palme-Stadtteilzentrums. Ende April 2026 soll außerdem der „Familien-Zirkus-Sonntag“ als regelmäßiges Angebot für Kinder bis zehn Jahre starten.

Damit diese Angebote Familien erreichen, müssen Eltern sie kennen und leicht finden können. Das gilt inzwischen auch für die Kitas selbst: Während Familien vor einigen Jahren nur schwer einen Platz fanden, gibt es heute aufgrund sinkender Geburtenzahlen und fehlenden Wohnraums für Familien weniger Kinder im Kiez. Viele Kitas können daher freie Plätze anbieten und werben aktiv um Anmeldungen. Die Kitabörse sollte deshalb erstmals einen Ort schaffen, der einen Überblick über die Kitas und ihre Bildungsangebote gibt. Lara Schiff nutzte die Veranstaltung zudem, um für einen frühen Kita-Einstieg zu werben. Sie erläuterte, dass Kinder, die vor dem dritten Lebensjahr eine Kita besuchen, oft größere Erfolge in ihrer Bildungsbiografie erzielen. Rund zwanzig Eltern kamen vorbei. Nach deren Rückmeldung könnte die Kitabörse künftig häufiger stattfinden, möglicherweise sogar zweimal im Jahr.