QM Flughafenstraße

Frauenfrühstück führt ins Familienzentrum

Gemeinsam frühstücken, neue Orte kennenlernen und ins Gespräch kommen: Beim Frauenfrühstück am 10. Juni 2026 besuchten Nachbarinnen aus dem Quartiersmanagement-(QM)-Gebiet Flughafenstraße das Familienzentrum an der Hermann-Boddin-Schule.

Frauen sitzen gemeinsam an einer langen gedeckten Tafel in einem hellen Raum.
Das Frauenfrühstück fand im Juni 2026 nicht wie gewohnt im Café Praxis im Geko Stadtteil-Gesundheits-Zentrum statt, sondern im Familienzentrum an der Hermann-Boddin-Schule. (Bild: Birgit Leiß)

Das offene Frauenfrühstück im Flughafenkiez findet in der Regel einmal im Monat statt und wird vom QM-Team gemeinsam mit dem Gesundheitskollektiv Berlin organisiert. Meistens treffen sich die Teilnehmerinnen im Café Praxis auf dem ehemaligen Kindl-Gelände. Dieses Mal führte der Vormittag in das Familienzentrum an der Hermann-Boddin-Schule, wo die Frauen von der Leiterin Keziban Aydin begrüßt wurden. Der große Tisch war reichlich gedeckt, unter anderem mit Brot, Brötchen, Käse, verschiedenen Aufstrichen, Kaffee und Tee aus dem Samowar. Eine Teilnehmerin hatte außerdem Kisir, einen türkischen Bulgursalat, mitgebracht.

Ein Ort für Beratung und Austausch

Beim gemeinsamen Frühstück stellte Keziban Aydin das Familienzentrum vor, das im Herbst 2023 eröffnet wurde. Träger ist die gemeinnützige tandem BTL. Das Familienzentrum gehört zu einem Modellprojekt der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit den Bezirken. Berlinweit wurden 16 Familienzentren an Grundschulen eingerichtet. Ziel ist es, Eltern zu unterstützen, die Verbindung zwischen Elternhaus und Schule zu stärken und die Schule stärker in den Stadtteil zu öffnen.

Im Familienzentrum finden Beratung, Kurse zu Erziehungs- und Gesundheitsfragen und weitere Angebote statt. Dazu gehören ein Sprachcafé, eine Eltern-Kind-Gruppe und eine Kreativgruppe. Auch gemeinsame Ausflüge stehen auf dem Programm. Keziban Aydin berichtete, dass es bereits Besuche im Atze-Musiktheater und in der Anoha Kinderwelt des Jüdischen Museums gab. Sie betonte zudem, dass ihr die Zeit mit den Eltern und deren Begleitung und Unterstützung besonders wichtig sei.

Frühstück führt zu Gesprächen

Im Austausch wurde auch über den Hintergrund des Modellprojekts gesprochen, das als Reaktion auf die Silvesterkrawalle der Jahre 2022 und 2023 entstand. Damals wurde die Auffassung vertreten, Prävention müsse schon in der Grundschule beginnen. Quartiersmanagerin Aysel Safak fragte, warum es oft erst ein solches Ereignis brauche, damit ein Bedarf erkannt werde. Viele Frauen stimmten ihr zu. Nach dem Frühstück und vielen Gesprächen hielt Keziban Aydin außerdem einen kurzen Vortrag zum Thema Entzündungen. Dabei gab sie praktische Hinweise und sorgte mit Bemerkungen über Börek, Baklava und zu wenig Bewegung auch für einige Lacher.