QM Sonnenallee / High-Deck-Siedlung

Gemeinsam das Fasten brechen

Am 27. Februar 2026 fand im Quartiersmanagement-(QM)-Gebiet Sonnenallee/High-Deck-Siedlung ein interkulturelles Fastenbrechen statt. Zusammen teilten die Menschen aus der Nachbarschaft Mahlzeiten aus der nahöstlichen Küche.

Nachbarinnen und Nachbarn sitzen an langen Tischen in einer Schulmensa und feiern gemeinsam das Fastenbrechen Iftar.
Beim interkulturellen Iftar in der Mensa der Schule in der Köllnischen Heide teilten Menschen aus dem QM-Gebiet Sonnenallee/High-Deck-Siedlung Essen und lernten sich in festlicher Atmosphäre besser kennen. (Bild: H. Heiland/QM High-Deck-Siedlung/Sonnenallee Süd W+P GmbH)

Im Jahr 2026 liegt der muslimische Fastenmonat Ramadan im Winter. Er überschneidet sich damit weitgehend mit der christlichen Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern. Im Ramadan, der vom 18. Februar bis 19. März 2026 stattfindet, nimmt ein Großteil der muslimischen Bevölkerung weltweit zwischen Sonnenaufgang und -untergang weder Speisen noch Getränke zu sich. Nach Sonnenuntergang folgt mit dem Fastenbrechen die erste Mahlzeit des Tages. Dieses gemeinsame Essen, auf Arabisch Iftar genannt, hat eine besondere Bedeutung und wird meistens feierlich mit der Familie oder Freunden eingenommen.

Iftar in der Schulmensa

Wie schon im letzten Jahr beantragte ein Nachbar aus der Neuköllner High-Deck-Siedlung auch für das Jahr 2026 erfolgreich eine Förderung aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ für das interkulturelle Fastenbrechen. Gemeinsam mit anderen Anwohnenden und dem QM-Team organisierte er die Veranstaltung. Am 27. Februar 2026 trafen Nachbarinnen und Nachbarn in der festlich geschmückten Mensa der Schule in der Köllnischen Heide ein, um den besonderen Moment des Fastenbrechens miteinander zu feiern. Eingeladen waren alle Menschen aus dem Kiez, unabhängig von ihrer Glaubensrichtung und davon, ob sie selbst fasten oder nicht. Während die Organisierenden Geschirr und Getränke mitbrachten, steuerten die Gäste das Essen bei. Nach Sonnenuntergang begannen etwa 85 Menschen das gemeinsame Festmahl einzunehmen.

Die Anwesenden konnten unterschiedlichste Gerichte probieren: Linsensuppen, Salate, Pizzen, Lasagne und nahöstlichen Spezialitäten mit Reis, Fleisch, Gemüse, Rosinen sowie gefüllte Teigtaschen. Selbstverständlich kamen auch die Nachspeisen nicht zu kurz.

Kiezfest-Tradition

Der Schulleiter und Mitarbeitende der Schule in der Köllnischen Heide sowie Gäste aus der Politik nahmen ebenfalls am Iftar teil. Das gemeinsame Feiern kultureller Feste, bei dem sich Nachbarinnen und Nachbarn mit ihren (Essens-)Kulturen besser kennenlernen, ist im Quartier seit Jahren Tradition. Ob beim jährlich stattfindenden bunten Familienfest der Kiez AG Köllnische Heide, bei Veranstaltungen zum Erntedank, zu Weihnachten, zum Zuckerfest oder – wie an diesem Tag – zum gemeinsamen Fastenbrechen: Menschen treffen sich an verschiedenen Orten im Wohngebiet, führen Gespräche und lernen sich besser kennen.

Das QM-Team bedankte sich bei der Schule in der Köllnischen Heide, die die Räume zur Verfügung gestellt hatte, beim Assistenzteam der NBS gGmbH und allen, die mitgewirkt und unterstützt sowie Speisen mitgebracht und geteilt hatten.