QM Rollbergsiedlung

Gemeinsam gärtnern im Rollberg

Im Gemeinschaftsgarten Rollberg Paradise wurde ein Regenschutz für Tomaten zum Anlass für ein besonderes Praxisprojekt: Studierende, Menschen mit eigener Suchterfahrung und das Gartenteam arbeiteten im Quartiersmanagement-(QM)-Gebiet Rollbergsiedlung zusammen.

Vier Personen bauen in einem Garten eine Holzkonstruktion, im Vordergrund sind Hochbeete mit Pflanzen und einem Ranknetz zu sehen.
Im Rollberg Paradise entstand gemeinsam mit Studierenden und dem Gartenteam ein Regenschutz für die Tomatenpflanzen. (Bild: Evangelische Hochschule Berlin)

Von April bis Juli 2026 bauten Studierende der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Hochschule Berlin gemeinsam mit Teilnehmenden eines Projekts der Fixpunkt gGmbH einen Regenschutz für die Tomatenpflanzen im Gemeinschaftsgarten Rollberg Paradise. Der Garten ist Teil des QM-Projekts „Wachsen lassen – Gemeinschaftlich gärtnern im Rollberg“, das aus Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ gefördert wird. Fixpunkt unterstützt Menschen mit eigener Suchterfahrung und bietet ihnen sinnvolle Aufgaben im Garten.

Gemeinsam im Garten arbeiten

Die Teilnehmenden des Fixpunkt-Projekts helfen dabei, angrenzende Grünflächen von Spritzen und anderen Gegenständen des Drogenkonsums zu reinigen. Im Garten übernehmen sie außerdem Aufgaben wie Gießen, Kompost-Umschichten und Beetpflege. Für den Bau des Regenschutzes arbeiteten sie mit den Studierenden und dem Gartenteam der Prinzessinnengärten zusammen.

Das Praxisprojekt vermittelte den Studierenden Erfahrungen in der Suchthilfe. Menschen mit eigener Suchtgeschichte konnten sich einbringen, Kontakte knüpfen und gemeinsam mit anderen etwas schaffen. Die verschiedenen Aufgaben ließen sich nach den eigenen Interessen auswählen. Regelmäßige Treffen gaben dem Alltag zusätzliche Struktur und machten gemeinsame Erfolge erlebbar.

Der Garten bietet Ruhe und Austausch

Der offene und kostenlose Gemeinschaftsgarten brachte Menschen zusammen und die Arbeit half, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen. Die Teilnehmenden erfuhren Anerkennung und konnten erleben, dass sie selbst etwas bewirken. Auch die Pflanzen und die ruhige Umgebung wurden als wohltuend beschrieben. Naturerlebnisse können helfen, Stress abzubauen und einen Gegenpol zum Alltag zu schaffen.

Die Studierenden wiesen darauf hin, dass es zu wenige solcher Angebote gibt und Förderungen oft zu kurz laufen. Vertrauen und Beziehungen brauchen jedoch Zeit, um zu wachsen. Umso wichtiger ist es, dass es solche Angebote gibt.