Anlass war der jährlich stattfindende internationale autofreie Tag. Dafür wurde die Donaustraße an einem Dienstagnachmittag zwischen Pannier- und Weichselstraße für den Verkehr gesperrt. Zwischen Quartiersbüro, Kiezgarten und der Rixdorfer Schule hatten Familien so Platz zum Spielen und Ausprobieren.
Wo sonst Autos fahren oder parken, waren Kinder mit Gokarts, Bobby-Cars, Rollschuhen und Skateboards unterwegs. Auch Eltern und Großmütter machten mit: Sie malten mit Kreide auf die Straße und spielten mit den Kindern Ball. Das QM-Team hatte verschiedene Fahrzeuge von der Initiative ausgeliehen, die die Spielstraße in der Anzengruber Straße organisiert. Darunter war ein „Circle Bike“, eine Art Karussell auf drei Rädern, die sich in alle Richtungen bewegen. Um damit gemeinsam ein bestimmtes Ziel zu erreichen, mussten sich die Kinder untereinander absprechen.
Neben den Fahrzeugen gab es weitere Mitmachangebote. Das Team von bwgt. e. V., Träger des QM-Projekts „Donaukids in Aktion“, hatte einen Bewegungsparcours aufgebaut. Am Stand der mobilen Stadtteilarbeit konnten Gäste mit einer Maschine persönliche Anstecker herstellen. Die Stadtteilmütter bastelten mit Kindern Ballfanggeräte aus Klopapierrollen und anderen wiederverwendeten Materialien. Für Getränke, Obststücke und Knabbereien sorgte das QM-Team. Auch das Wetter kam bei den Gästen gut an. „Nicht zu warm und nicht zu kalt“, meinte eine Besucherin. Eine Mutter lobte die Atmosphäre und betonte: „Auf der Fahrbahn spielen zu können, ist schon etwas ganz Besonderes.“
Damit Kinder auf der Fahrbahn spielen konnten, mussten Eltern, die mit dem Auto unterwegs waren, umkehren. Radfahrende wurden gebeten, abzusteigen und zu schieben. Die meisten zeigten Verständnis. Das QM-Team hatte die Anwohnerschaft bereits im Vorfeld über den Aktionstag informiert.
Die Donaustraße ist einer von 42 Straßen, die am 22. September 2026 in Berlin für Spiel und nachbarschaftliche Begegnungen freigegeben wurden. Mit den Aktionen haben das Bündnis Temporäre Spielstraßen,, die Bezirksämter, zahlreiche Initiativen und die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt gemeinsam ein Zeichen für mehr Lebensqualität und Miteinander in der Nachbarschaft gesetzt.