Die Grüntaler Kiezoase in Gesundbrunnen ist ein Treffpunkt für die Nachbarschaft, besonders für Menschen mit viel Lebenserfahrung. Beim Sommerfest wurde sichtbar, was diesen Ort ausmacht. Unter dem Motto „Forever young“ kamen Besucherinnen und Besucher zusammen, hörten Musik, aßen gemeinsam und kamen miteinander ins Gespräch.
Die Stimmung beim Sommerfest am 9. Juli 2026 war ausgelassen. Für die Musik sorgte „Knicki“, der die Musikwünsche der Gäste auf kleinen Zetteln sammelte und daraus ein abwechslungsreiches Programm zusammenstellte. So reichte die Auswahl von Metallica bis zu Andrea Berg. Einige Gäste tanzten, andere sangen bei der Karaoke mit. Ein besonderer Höhepunkt war der spontane Auftritt von „Knicki & Kröte“. Das Publikum klatschte begeistert mit, als das Duo unter anderem die Lieder „Bubbles“ und „Männer“ spielte.
Zum Fest gehörte auch ein gemeinsames Buffet. Neben Kaffee und Kuchen gab es verschiedene Salate sowie Bouletten, auch in einer veganen Variante. Karuna ist eine Organisation mit sozialen Angeboten und betreibt die Grüntaler Kiezoase seit dem Jahr 2025. Jörg Strombach, der dort arbeitet, sagt, dass sich in der Kiezoase jede und jeder wohlfühlen soll.
Die Kiezoase ist nicht nur ein Ort für einzelne Feste. Seit Karuna die Kiezoase übernommen hat, gibt es dort fast täglich ein kostenloses Programm. Gefördert werden diese Angebote durch den Bund und das Land Berlin im Rahmen des Programms „Sozialer Zusammenhalt“. Zum Angebot gehören ein Café, Handy- und Tabletkurse, Balancetraining und die „Musikalische Späterziehung“. So bietet die Kiezoase einen offenen Ort, an dem Menschen aus der Nachbarschaft zusammenkommen, Neues ausprobieren und Zeit miteinander verbringen können.
Das nächste große Fest steht bereits fest: Am 4. September 2026 ist Erntefest. Geplant sind Karaoke, Kaffee und Kuchen. Der Eintritt ist frei, auch Essen und Getränke sind kostenlos. Spenden sind möglich und sollen direkt in die Verschönerung der Oase fließen. Ein weiteres Ziel bleibt, mehr Migrantinnen und Migranten aus dem Viertel zu erreichen. Das ist nach Einschätzung vor Ort noch nicht einfach, weil der erste Schritt für viele noch schwerfällt.