Der Tag war so vielfältig wie die Stadt selbst: Am 09. Mai 2026 gaben viele Projektteams zum Tag der Städtebauförderung Einblicke in ihre Arbeit. Interessierte konnten Baustellen begehen, bei Stadtfesten mitfeiern, sich in Ideenwerkstätten einbringen oder bei Kiez-Spaziergängen über das Quartier ins Gespräch kommen. Die Programme boten für Interessierte, Familien und Kinder zahlreiche Mitmach-Aktionen. Auch in den QM-Gebieten Germaniagarten, Titiseestraße und Sonnenallee/High-Deck-Siedlung standen besondere Veranstaltungen mit Kunst, Kultur und gelebter Identität im Mittelpunkt.
Der Tag der Städtebauförderung war also nicht nur eine gute Gelegenheit, um Interessierte über die von Bund, Ländern und Kommunen geförderten Programme zu informieren, sondern auch, um das fünfjährige Bestehen des QM-Gebiets Germaniagarten zu feiern. Eine kleine Ausstellung zeigte die Projekte und Entwicklungen der letzten fünf Jahre im QM. Vorgestellt wurden unter anderem „Sicher unterwegs im Germaniagarten“ und „Gemeinsam Gärtnern im Germaniagarten II“. Auch eine Kräuterwanderung, ein Kulturtag mit Musik im Oberlandpark und die Aktion „Müllfrei“ standen auf dem Programm. Engagierte konnten direkt vor Ort bei der Müllsammelaktion aktiv werden.
Auch im QM-Gebiet Sonnenallee/High-Deck-Siedlung spielte Kultur eine zentrale Rolle. Erneut war dort die beliebte Ausstellung „Entdecke das High-Deck in Dir!“ zu sehen, die Menschen aus der High-Deck-Siedlung mit Fotos und Interviews portraitiert. Sie erzählt von Vielfalt, Nachbarschaft und Wandel und stärkt den Zusammenhalt im Kiez. Die MALI GmbH setzte das Projekt, das aus Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ finanziert wurde, gemeinsam mit den KauffmannStudios GmbH und dem QM-Team um.
Für einen weiteren künstlerischen Höhepunkt kamen im Rosengarten des QM-Gebiets Titiseestraße rund 100 Anwohnende zusammen. Das Projekt „Kunstnetzwerk Titiseestraße“ stellte den neuen Pavillon vor, während die Ausstellung „Erinnerungen, die weiterblühen“ Porträts von Dingen zeigte, die Menschen mit ihren Lebenswegen verbinden. Musik und internationales Essen brachten Nachbarinnen und Nachbarn zusammen und stärkten den Rosengarten als Ort der Begegnung.
Damit wurde deutlich, wie eng Städtebauförderung, kulturelle Teilhabe und nachbarschaftliche Begegnung in den Quartieren zusammenhängen.