QM Beusselstraße

Kunstzentrum gewinnt Sonderpreis im Stahlbau

Das Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) im Quartiersmanagement-(QM)-Gebiet Beusselstraße erhält den Sonderpreis des Deutschen Stahlbaues 2026. Die Jury zeichnete die Erweiterung des Gebäudes als Beispiel für nachhaltiges Bauen aus. Die Weiterentwicklung des ehemaligen Güterbahnhofs stärkt einen wichtigen kulturellen Ort im Quartier.

Die Außenansicht eines Gebäudes mit großen Glasflächen am Abend, auf dessen Dach, Terrassen und Außentreppe Menschen stehen. Im Vordergrund abgeschirmt durch einen Zaun liegen Baustoffe.
Mit der Weiterentwicklung des ehemaligen Güterbahnhofs konnte ein wichtiger kultureller und sozialer Ort im Quartier gestärkt und für zukünftige Nutzungen ausgebaut werden. (Bild: Toni Petraschk)

Das Berliner Büro Peter Grundmann Architektur plante die Erweiterung des ZK/U. Umgesetzt wurde die Erweiterung und energetische Sanierung des ZK/U in den Jahren 2018 bis 2024. Nun zeichnete der Branchenverband bauforumstahl das Projekt mit dem Sonderpreis des Deutschen Stahlbaues 2026 aus.

Zukunftsfähiger Umgang mit bestehendem Gebäude

Die Jury würdigte insbesondere den nachhaltigen Umgang mit dem bestehenden Gebäude, einem ehemaligen Güterbahnhof. Für die Erweiterung setzte das Planungsbüro auf eine Aufstockung mit einer Stahlkonstruktion. So entstanden zusätzliche Nutzflächen, ohne neuen Raum zu beanspruchen. Gleichzeitig sanierte das Team das Gebäude energetisch. Die Verbindung von Bestandserhalt, ressourcenschonendem Bauen und einer neuen Nutzung macht das Projekt zu einem beispielhaften Beitrag für eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Kulturort wächst und bleibt im Kiez verankert

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2012 hat sich das ZK/U als Treffpunkt für Kunst, Kultur und Begegnung stetig weiterentwickelt. Das Zentrum bietet Aufenthalts- und Arbeitsräume für Kunstschaffende sowie Flächen für Ausstellungen, Workshops und weitere Veranstaltungen. Die bauliche Erweiterung und die energetische Sanierung sollten das ZK/U bedarfsgerecht und zukunftsfähig als Kommunikations- und Ankerpunkt im Quartier stärken. Das Bauvorhaben wurde aus Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ gefördert.

Nach einer fünfjährigen Bauzeit eröffnete das Zentrum für Kunst und Urbanistik mit nahezu doppelter Nutzungsfläche im September 2024 unter Einbezug der Öffentlichkeit neu. Durch den Umbau kann das Zentrum nun mehr Veranstaltungen und Projekte aufnehmen. Davon profitieren Anwohnende, Kunstschaffende und Initiativen aus dem Beussel- und dem Huttenkiez.