Das Monitoring Soziale Stadtentwicklung (MSS) wird seit dem Jahr 1998 regelmäßig erstellt. Die aktuelle Ausgabe bezieht sich auf den Zeitraum vom 31. Dezember 2022 bis zum 31. Dezember 2024. Im Bericht wird deutlich, dass die soziale Belastung in mehreren Berliner Quartieren weiterhin hoch ist.
Besonders hohe soziale Belastungen zeigen sich vor allem in den Ortsteilen
Im Bericht werden diese als Gebiete mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf bezeichnet. Gemeint sind Quartiere, in denen die soziale Benachteiligung überdurchschnittlich hoch ist. Berlinweit betrifft das 57 von 535 untersuchten Planungsräumen, also etwas mehr als elf Prozent. Für die Umsetzung des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ in Berlin sind die Ergebnisse des MSS-Berichts von Bedeutung, da sie als maßgebliche Grundlage für die Festlegung von neuen Quartiersmanagement-(QM)-Gebieten dienen.
Im untersuchten Zeitraum haben sich die wichtigsten sozialen Kennzahlen unterschiedlich entwickelt:
In knapp 76 Prozent der untersuchten Planungsräume blieb die Entwicklung stabil. Jeweils zwölf Prozent zeigten eine positive beziehungsweise eine negative Entwicklung.
In vielen Gebieten mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf gibt es bereits gezielte Unterstützung durch Politik und Verwaltung. Dazu zählen vor allem Förderungen aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“, besonders in Quartiersmanagement-Gebieten, sowie weitere Hilfen für benachteiligte Quartiere. Hinzu kommen Städtebauförderprogramme wie „Nachhaltige Erneuerung“ und „Lebendige Zentren“. Große Wohnsiedlungen werden zudem häufig durch die Programme „Stärkung Berliner Großsiedlungen“ und „Sauberkeit und Sicherheitsempfinden in Großsiedlungen“ unterstützt.
Die Ergebnisse des Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2025 mit Tabellen, Karten, einer Kurzfassung und Erläuterungen zu den verwendeten Merkmalen stehen auf der Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen zum Abruf bereit.