QM Harzer Straße

Nachbarschaft feiert auf der Elsenstraße

Das 11. Harzer Kiezfest zog im Herbst 2026 zahlreiche Menschen auf die Elsenstraße. Bands aus aller Welt spielten, Kinder tobten an Spielständen und Anwohnende aus dem Quartiersmanagement-(QM)-Gebiet Harzer Straße kamen miteinander ins Gespräch.

Auf einem Straßenfest werfen Kinder Dinge in fünf verschiedenfarbige, beschriftete Eimer.
Das diesjährige Harzer Kiezfest stand unter dem Motto „Vielfalt verbindet, gemeinsam stark“. Ein Slogan, der sich auch in den musikalischen Darbietungen und den teils politisch ausgerichteten Angeboten vor Ort widerspiegelte. (Bild: Jens Sethmann)

Unter dem Motto „Vielfalt verbindet, gemeinsam stark. Ihr alle seid es, die den Harzer Kiez lebendig macht“, begrüßte Quartiersmanagerin Vanessa Machowetz die Besucherinnen und Besucher beim diesjährigen Harzer Kiezfest auf der Elsenstraße. Die Veranstaltungsagentur Roho UG organisierte das Fest im Auftrag des QMs. Dabei halfen die Hans-Fallada-Schule, Tandem BTL, Kubus und Nahkauf Lind als Kiezfest-Arbeitsgemeinschaft (AG) mit. Das Fest wurde aus Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ finanziert.

Musikalische Weltreise

Die Musik-AGs der Hans-Fallada-Schule eröffneten das Bühnenprogramm traditionell mit Trommeln, Gesang und Tanz. Das musikalische Programm war wie eine Reise um die Welt: Bands mit argentinischen, deutschen, griechisch-armenischen, afro-kubanischen und kongolesischen Wurzeln begeisterten das Publikum und sorgten auf der gesamten Festmeile für Stimmung.

Neben dem Bühnenprogramm gab es entlang der Straße zwischen dem Kiehlufer und der Harzer Straße Stände von Bildungseinrichtungen, Vereinen und Initiativen. Für Kinder gab es Angebote zum Spielen, Basteln und Mitmachen. Die Streetplayers stellten Bälle, Springseile und Balancierbretter bereit, während die Kinder beim Kulturlabor Trial & Error Abfallstücke in den richtigen Eimer werfen konnten. Zu den weiteren Mitmachangeboten gehörten das Nägel-Einschlagen auf Zeit bei Kubus und eine Aufgabe mit dem Akkuschrauber bei der Kiezakademie.

Essen, Spiel und lustige Demokratie

Kuchen, Waffeln, Salaten und Popcorn hatten die Kinder der Eduard-Mörike-Schule im Angebot. Auch am Stand der Polizei und des Deutschen Roten Kreuzes gab es für Kinder viel zu entdecken: Sie durften in einem Streifenwagen sitzen, das Blaulicht einschalten und Rettungswagen von innen bestaunen.

Neben Spiel und Essen stand auch politische Beteiligung auf dem Programm. Das Kinder- und Jugendbüro Neukölln lud junge Menschen zu einer Wahl für unter 16-Jährige (U16-Wahl) ein. Bei der komplett aus Pappe gebauten „Erdenbehörde" des Caravan of Ideas konnten Gäste auf humorvolle Weise die Erdenbürgerschaft beantragen. Der Erdenbürger-Pass wurde den Antragstellenden im Anschluss mit vielen Stempeln und Siegeln sowie einem gesungenen „Welcome to the earth“ überreicht. Bezirksbürgermeister Martin Hikel betonte, dass in Neukölln die verschiedensten Menschen friedlich zusammenleben: „In Neukölln findet die Welt ein Zuhause.“