Unter dem Titel „Gemeinsam besser essen im Märkischen Viertel“ findet jeden Mittwoch ein besonderes Treffen im Märkischen Viertel statt: Die Nachbarschaftsetage. Hier Es entwickelt sich ein Ort, der den Alltag der Menschen im Viertel zusammenführt. Die „Nachbarschaftsetage“ wird aus Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ gefördert.
Schon am Vormittag beginnt die Arbeit in der Küche. Die ersten Gäste kommen an, begrüßen sich und setzen sich zusammen. Manche reden, andere stricken oder planen das Essen für den Tag. Fehlende Zutaten besorgt die Runde kurzerhand selbst. So trägt jede Person ihren Teil zum gemeinsamen Mittag bei. In kleiner Runde besprechen die Teilnehmenden, was das Viertel bewegt. Ab 13 Uhr steht das Essen auf dem Tisch und alle sitzen zusammen.
Heute heißt es: Kartoffeln schälen, Gemüse schneiden, Teig rühren. Es gibt Kartoffeln mit Quark, wahlweise mit Fisch oder vegetarisch, einen selbstgebackenen Johannisbeerkuchen – die Beeren wurden selbst gepflanzt, geerntet, tiefgekühlt und für genau solch einen Moment aufgehoben. Jedes Gericht mit Liebe gemacht, jedes Gespräch ein Stück Gemeinschaft. Das Projekt lebt von Einsatz, Offenheit und festen Terminen.
Das Projekt „Gemeinsam besser essen“ möchte auch das Ernährungsverhalten der Bewohnerinnen und Bewohner im Märkischen Viertel nachhaltig verbessern. Statt formaler Wissensvermittlung steht praktisches Kochen und die Zubereitung von Speisen im Mittelpunkt. Dabei sollen die Teilnehmenden erfahren, dass gesundes Kochen nicht nur Spaß macht, sondern auch preiswert sein und gut schmecken kann. Die festen Treffen fördern und stärken den Austausch der Teilnehmenden und die Begegnung zwischen verschiedenen Altersgruppen, Kulturen und sozialen Hintergründen.