Sozialer Zusammenhalt

So wurde der Tag der Städtebauförderung gefeiert

Mit Festen, Rundgängen und Mitmachaktionen haben Berliner Quartiersmanagement-(QM)-Teams am Tag der Städtebauförderung gezeigt, was vor Ort entstanden ist – von Garten- und Kulturangeboten bis zu Rückblicken auf langjähriges Engagement.

Viele Menschen sitzen und stehen an Tischen zwischen Marktständen auf einer gesperrten, von Bäumen gesäumten Straße.
In mehreren Berliner QM-Gebieten kamen viele Menschen zusammen, um den Tag der Städtebauförderung gemeinsam zu feiern. (Bild: Birgit Leiß)

Der Tag der Städtebauförderung am 9. Mai 2026 machte in vielen Berliner QM-Gebieten sichtbar, wie Förderung, lokales Engagement und konkrete Angebote im Kiez zusammenwirken. Die Aktionen reichten von Frühlings- und Nachbarschaftsfesten über Bildungsangebote bis zu Rundgängen durch die Gebiete.

Projekte, Gärten und Begegnung

In der Alten Hellersdorfer Straße stand das Frühlingsfest „In voller Blüte“ ganz im Zeichen des Gärtnerns. Beim SOS-Familien- und Stadtteilzentrum präsentierte das Projekt „Gemeinsam Gärtnern“ neue Hochbeete, während der Aktionsfonds eine Hüpfburg für die Kinder finanzierte. Auch die Hellersdorfer Promenade zeigte, wie sich ein Nachbarschaftsort durch Förderung weiterentwickeln kann: In der Hellen Oase wurden das neue Projekt „Kunst unter dem Gründach“, ein wachsender Waldgarten, Mitmachaktionen sowie Angebote zu Pflanzen, Gartenwissen und gemeinschaftlichem Gärtnern vorgestellt.

Einen ähnlichen Schwerpunkt setzte das Soldiner Quartier. Dort standen mit dem ElisaBeet und dem KiezSportBus gleich zwei QM-Projekte im Mittelpunkt: vom Aufbau einer Jurte und Pflanzenmarkt bis zu Sport, Graffiti und Informationen zur offenen Bewegungsarbeit.

Feste, Rückblicke und Ausblicke

Neben diesen projektbezogenen Einblicken wurde der Aktionstag in anderen Gebieten vor allem als großes Nachbarschaftsfest gefeiert. Die Erlanger Straße im QM-Gebiet Flughafenstraße wurde erneut zur Festmeile. Viele Menschen kamen zu Live-Musik, Spiel, Kreativangeboten, 23 Ständen und Essen aus vielen Küchen zusammen. Die Erlöse aus dem Fest gingen an „Ärzte ohne Grenzen“ für den Sudan. Andernorts stand der Blick auf die eigene Entwicklung stärker im Vordergrund: Im Kosmosviertel verband sich der Aktionstag mit Würdigung von zehn Jahren QM-Arbeit. Das Viertel feierte mit Bühnenprogramm, Mitmachzirkus, Ausstellung und Ehrungen für langjährig Engagierte. Auch in der Nahariyastraße war ein Jubiläum Anlass des Fests. Rund 250 Gäste erlebten dort zum fünften Geburtstag des QMs Sport- und Mitmachangebote und eine Projektausstellung.

Andere Gebiete setzten eigene inhaltliche Akzente. In der Harzer Straße rückte ein Lesefest auf dem Hertzbergplatz die Leseförderung in den Mittelpunkt. Die Heerstraße Nord hingegen richtete ihren Blick stärker auf die Gebietsentwicklung. Dort führte ein Rundgang mit Anwohnenden durch 20 Jahre Sozialer Zusammenhalt. Im Mittelpunkt standen verstetigte und laufende Projekte, neue Freiräume, die geplante Soziale Quartiersmitte und Orte mit Potenzial für künftige Begegnungen.