QM Boulevard Kastanienallee QM Beusselstraße

Klimathemen prägen Aktionstag

In den Quartiersmanagement-(QM)-Gebieten Beusselstraße und Boulevard Kastanienallee stand der Tag der Städtebauförderung 2026 im Zeichen von Klima, Natur und nachhaltiger Entwicklung.

Regentonne an einer Hauswand mit Hinweistafel und aufgeklebten Augen.
Im QM-Gebiet Beusselstraße überzeugte die Regentonne als einfache Maßnahme, die Regenwasser nutzbar macht und Nachbarschaft einbindet. (Bild: QM Beusselstraße)
Blick auf den Froschteich im Naturschutzzentrum Schleipfuhl mit Baum und Wasserbehälter.
Beim Tag der Städtebauförderung 2026 lernten zwölf Anwohnende aus dem QM-Gebiet Boulevard Kastanienallee den Naturgarten und den Froschteich kennen. (Bild: R. Berger)

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Beim Tag der Städtebauförderung können Berlinerinnen und Berliner vielerorts erleben, wie sich ihre Kieze verändern. Im Beusselkiez und dem Quartier Boulevard Kastanienallee lag der Schwerpunkt am 9. Mai 2026 auf klimaangepassten Lösungen, Begrünung und dem Umgang mit Hitze im Quartier.

Klimaanpassung im Quartier erleben

Dazu machte im QM-Gebiet Beusselstraße ein Klima-Kiez-Spaziergang deutlich, welche Maßnahmen das Quartier an heißen Tagen widerstandsfähiger machen sollen. An den Stationen ging es um Regentonnen, Entsiegelungen, Begrünungen und den Stadtumbau, etwa durch den Rückbau von Uferkanten an Gewässern. Die Teilnehmenden lernten die Wirkung einzelner Maßnahmen nicht nur im Gespräch kennen, sondern auch ganz praktisch, etwa mit Quizfragen zum Regen in Berlin und mit Temperaturmessungen auf verschiedenen Oberflächen. So wurde sichtbar, wie Bäume, Schatten und Begrünung das Mikroklima verbessern. Das QM-Projekt „Kühle Ecken entdecken“ läuft noch bis Ende des Jahres 2026 und soll mit weiteren Pilotmaßnahmen, einem Klimabericht, einer Maßnahmenkarte und einem Mitmach-Angebot fortgesetzt werden.

Natur und Gebäude im Blick

Während im QM Beusselstraße vor allem die Klimaanpassung im Quartier im Blick stand, rückte im QM-Gebiet Boulevard Kastanienallee das umgebaute Naturschutzzentrum Schleipfuhl in den Vordergrund. Dort folgten zwölf Bewohnerinnen und Bewohner der Einladung der Verantwortlichen des Naturschutzzentrums. Bei der Tour lernten sie das Niedrigenergiehaus aus dem Jahr 1996, den Naturgarten und die Streuobstwiesen kennen.

Durch den Umbau des Gebäudes, der aus Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ ermöglicht wurde, verbesserte sich die Raumaufteilung. Er schuf einen zusätzlichen Arbeitsplatz und brachte unter anderem dreifach verglaste Dachfenster sowie eine gläserne Wand für Schallschutz und bessere Wärmeisolierung. Nach der Besichtigung des Gebäudes führte die Tour weiter über das Gelände und machte den Naturraum des Zentrums erlebbar. Am 30. Mai 2026 soll es dort zum Langen Tag der Stadtnatur einen weiteren Spaziergang mit Mitmach-Angeboten geben.

Interessierte finden auf der Themenseite zum Berliner Tag der Städtebauförderung 2026 eine Übersicht zu allen Veranstaltungen rund um den sowie auf der Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.