Der Garten der Begegnung. Foto: Ralf Salecker
Der Garten der Begegnung. Foto: Ralf Salecker

Wie sieht Engagement in der Praxis aus?

In den 34 Berliner Quartiersmanagementgebieten wohnen über 450.000 Menschen. Kein Wunder also, dass es eine große Vielfalt an Aktionen und Projekten gibt. Zahlreiche Ehrenamtliche stärken so den sozialen Zusammenhalt und setzen sich für ihre Mitmenschen ein.

Eltern machen sich für Bildung stark

Im Quartier Schöneberger Norden gibt es seit 2010 das Bildungsbotschafter-Projekt. Die Idee dabei: engagierte Eltern setzen sich für die Bildung der Kinder im Kiez ein. Sie beraten und informieren andere Eltern und vermitteln zwischen Schule, Kita und weiteren Bildungseinrichtungen. Die Bildungsbotschafter zeigen, wie wichtig Bildung ist und stärken so die Zukunftschancen der Kinder. Das Quartiersmanagement sorgt dafür, dass diese Strukturen erhalten bleiben.

Auch spontane Aktionen werden gefördert

Neben langfristigen Projekten bereichern vor allem die vielen spontanen und einmaligen Aktionen das Leben in den Quartieren. Drei Jugendliche aus dem Quartiersmanagementgebiet Kosmosviertel dachten sich zum Beispiel, dass ihr Sammelkartenspiel Yu-Gi-Oh! mit anderen Jugendlichen noch mehr Spaß macht. Kurzerhand organsierten sie ein offenes Yu-Gi-Oh!-Turnier. Unterstützt wurden sie dabei mit Geldern aus dem Aktionsfonds.

Gemeinsam Schönes schaffen

Vielen Menschen wollen ihre Nachbarschaft  verschönern. In fast allen Quartiersmanagementgebieten gibt es deshalb Gruppen, die Grünflächen schaffen und Gärten anlegen. Gemeinschaftsgärten bringen zum Beispiel Nachbarinnen und Nachbarn aus verschiedenen Generationen zusammen. Viele Kinder lernen so, wie man Obst erntet und Gemüse anpflanzt.
Auch zahlreiche Putzaktionen machen den öffentlichen Raum in den Kiezen lebenswerter. Ausgerüstet mit Besen, Müllsäcken und Zangen ziehen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer durch die Kieze und säubern Grünstreifen, Gehwege und Spielplätze. 

Auch Wirtschaft engagiert sich

Nicht nur soziale Projekte entfalten ihre Wirkung vor Ort. Auch die Wirtschaft ist ein wichtiger Akteur im Quartier. So gibt es in vielen Quartiersmanagementgebieten spezielle Netzwerke für Gewerbetreibende. Hier engagieren sich die Geschäftsleute, um den lokalen Handel zu stärken. Dadurch entstehen Aktionen zur gemeinsamen Vermarktung oder auch Ideen zur Stadtteilverschönerung. Im Schillerkiez haben die Händlerinnen und Händler beispielweise eine digitale Gewerbeplattform geschaffen. 

Alle können sich einbringen

Das Engagement in den Berliner Quartiersmanagementgebieten ist vielseitig und wird von den unterschiedlichsten Akteuren getragen. Alle Bewohnerinnen und Bewohner können mitmachen, dass die Angebote und Aktionen noch vielfältiger werden. Informationen dazu findet man auf den Seiten des Berliner Quartiersmanagements.