Soziale Stadt

Neue Quartiersmanagementgebiete für Berlin

Am 14. Januar 2020 hat der Senat beschlossen: Das Programm Sozialer Zusammenhalt (bis 2019 „Soziale Stadt“) fördert acht neue Stadtquartiere. Darüber hinaus erhält ein bereits bestehendes Quartier eine Gebietserweiterung. Die neuen Quartiersmanagements ersetzen neun Quartiere, bei denen die Förderphase bis Ende 2020 erfolgreich abgeschlossen wird.

Den sozialen Zusammenhalt im Kiez stärken. Grafik: Dankegrafik&123comics
Den sozialen Zusammenhalt im Kiez stärken. Grafik: Dankegrafik&123comics

Unter Beteiligung der Bezirke wurden seit 2018 Gebiete mit besonderen städtebaulichen und sozialräumlichen Handlungsbedarfen identifiziert und auf ihre Eignung für das Programm Soziale Stadt (ab 2020 „Sozialer Zusammenhalt“) untersucht. Im Ergebnis wurden acht neue Gebiete und eine Gebietserweiterung beschlossen:

  • Thermometersiedlung (Bezirk Steglitz-Zehlendorf)
  • Nahariyastraße (Bezirk Tempelhof-Schöneberg)
  • Germaniagarten (Bezirk Tempelhof-Schöneberg)
  • Glasower Straße (Bezirk Neukölln)
  • Harzer Straße (Bezirk Neukölln)
  • Gropiusstadt Nord (Bezirk Neukölln)
  • Alte Hellersdorfer Straße (Bezirk Marzahn-Hellersdorf)
  • Titiseestraße (Bezirk Reinickendorf)
  • Erweiterung des Quartiersmanagementgebietes Falkenhagener Feld Ost um den Planungsraum Germersheimer Platz (Bezirk Spandau)

Der Start der neuen Quartiere ist für das 1. Quartal 2021 vorgesehen.

Gebietsanpassungen

Darüber hinaus werden in zwei bestehenden Quartieren Gebietsanpassungen vorgenommen: Fusion der Gebiete Ganghoferstraße und Richardplatz-Süd zum neuen Gebiet Rixdorf (Neukölln) sowie Reduzierung des Gebietes Beusselstraße in Moabit-West auf die Planungsräume Huttenkiez und Beusselkiez (Mitte).
Zukünftig soll zu Beginn des Quartiersverfahrens die Laufzeit festgelegt werden, um eine stärkere Planbarkeit für die Beteiligten und eine bessere Kontrolle über die Zielerreichung zu gewährleisten.

Erfolgreicher Abschluss

In 2017 wurden bereits neun Quartiersmanagementgebiete identifiziert, in denen die Entwicklungsziele (Aufbau stabiler Akteursnetzwerke, Schaffung von Orten für Nachbarschaftsarbeit und Begegnung, Schaffung eines attraktiven öffentlichen Raumes) erfolgreich erreicht wurden. In diesen Gebieten werden die Quartiersmanagementverfahren nach einer zweijährigen Überleitungsphase zum 31.Dezember 2020 abgeschlossen:

  • Ackerstraße (Mitte)
  • Bülowstraße / Wohnen am Kleistpark (Tempelhof-Schöneberg)
  • Mariannenplatz (Friedrichshain - Kreuzberg)
  • Werner-Düttmann-Siedlung (Friedrichshain - Kreuzberg)
  • Schillerpromenade (Neukölln)
  • Körnerpark(Neukölln)
  • Lipschitzallee / Gropiusstadt (Neukölln)
  • Marzahn-Nord (Marzahn-Hellersdorf)
  • Mehrower Allee (Marzahn-Hellersdorf)

Mit dem Senatsbeschluss kann das Quartiersmanagement in Berlin ab 2021 in gleichem Umfang fortgesetzt werden. Durch zusätzliche Fördermittel des Landes, des Bundes und der EU wird ein Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen in diesen Gebieten erfolgen. Die Wirksamkeit des Programms wurde im Rahmen Evaluation anlässlich des 20jährigen Bestehens der Sozialen Stadt in Berlin bestätigt und basiert auch auf dem vielseitigen bürgerschaftlichen Engagement der Bewohnerschaft in den Quartieren. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Städtebauförderung hat der Bund die bisherigen Aufgaben der Sozialen Stadt ab 2020 in das neue Bund-Länder-Programm „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ integriert.