Soziale Stadt

Senat überprüft Quartiersmanagement-Kulisse

Seit 1999 setzt Berlin in sozial benachteiligten Gebieten mit Erfolg das Instrument das Quartiersmanagement (QM) ein. Die QM-Verfahren sind dabei immer zeitlich befristet, der Umsetzungsstand wird in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat nun die Zielerreichung in 16 potenziellen Verstetigungsgebieten gutachterlich überprüfen lassen.

Bild: Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG, Geoportal Berlin K5 2014
Bild: Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG, Geoportal Berlin K5 2014

Im Ergebnis des Gutachtes werden die folgenden neun QM-Gebiete Ende 2020 aus der Sonderförderung entlassen:

• Mariannenplatz, Werner-Düttmann-Siedlung (Friedrichshain-Kreuzberg)
• Ackerstraße (Mitte)
• Körnerpark, Schillerpromenade, Lipschitzallee/ Gropiusstadt (Neukölln)
• Mehrower Allee, Marzahn-Nord (Marzahn-Hellersdorf)
• Bülowstraße/ Wohnen am Kleistpark (Tempelhof-Schöneberg).

Für weitere drei QM-Gebiete ist eine Veränderung der Gebietskulisse geplant:

Die QM Richardplatz-Süd und Ganghoferstraße in Neukölln sollen, analog zum gleichnamigen Planungsraum, zum QM Rixdorf zusammengefasst werden. Das QM Beusselstraße in Mitte soll auf die Planungsräume Huttenkiez und Beusselstraße, also den westlichen Teil des bisherigen QM-Gebietes, konzentriert werden.

Die zu verstetigenden QM-Teams arbeiten noch regulär bis Ende 2020. Einzelne besonders wichtige Projekte aus dem Projekt- oder Baufonds können bei Bedarf noch bis Ende 2024 finanziert werden.

Dazu Senatorin Katrin Lompscher: „Die weitgehende Zielerreichung in neun QM-Gebieten zeigt: Das Quartiersmanagement wirkt. Berlin setzt darum auch zukünftig auf Vor-Ort-Büros, intensive Bürgerbeteiligung und eine Kombination aus investiven und sozio-integrativen Projekten. In der nun beginnenden Überleitungsphase geht es vor allem darum, die in den Quartieren entstandenen Netzwerke und Strukturen so zu organisieren, dass diese ab 2021 auch ohne Unterstützung der Quartiersmanagement-Teams weitergeführt werden können. Dabei wird sichergestellt, dass zentrale Projekte nicht abrupt beendet, sondern bis zum erfolgreichen Abschluss weiter finanziert werden.“

Die Entscheidung zur Verstetigung erfolgte nach Vorprüfung durch die Senatsverwaltung auf Basis des vom Bezirksamt beschlossenen IHEK (Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzeptes), vertiefter Untersuchung durch einen externen Gutachter unter Einbeziehung aller fachlich Beteiligten (Bezirk, QM-Team, Quartiersrat, Träger im QM), der Berücksichtigung der Ergebnisse zum Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2017 und Anhörung der Bezirksstadträte. Die ausgewählten Quartiere werden dann zukünftig weiter durch die Strukturen des Bezirkes versorgt.

Parallel wird derzeit ermittelt, in welchen Quartieren neue Quartiersmanagements eingerichtet werden sollten. Nach Abschluss der alten Verfahren können diese ab 2021 die Arbeit aufnehmen. Die Senatsverwaltung hat hierzu ebenfalls einen Gutachter beauftragt und führt Gespräche mit allen Berliner Bezirken. Der Senatsbeschluss zu den neuen QM-Gebieten wird für Herbst 2019 erwartet.

Das Gutachten zur Verstetigung finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Thema Verstetigung finden Sie hier.