Übersichtskarte Falkenhagener Feld Ost (erweitert) © Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Übersichtskarte Falkenhagener Feld Ost (erweitert) © Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen

Zur Wohnsituation

Das Gebiet umfasst den östlichen Teil der Großwohnsiedlung Falkenhagener Feld, die mehrheitlich in den 1960er/1970 Jahren im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus errichtet wurde. Das Gebiet ist fast ausschließlich durch Punkthochhäuser und Zeilenbebauung geprägt. Die freistehenden Einfamilienhäuser, die sich zwischen der Bebauung der Großsiedlung befinden, sind nicht Bestandteil des Fördergebietes.
Mit der östlichen Gebietserweiterung gehören seit 1. Januar 2021 auch die Wohngebiete rund um den Germersheimer Platz sowie die Zeppelinstraße zum Quartiersmanagementgebiet. Diese Wohngebiete sind überwiegend durch Bebauung aus den 1920er und 1930er Jahren, in Form von Blockrand und Zeilenbebauung, errichtet. In den 60er Jahren wurde die Bebauung durch Zeilenbebauung ergänzt. Die Eigentümerstruktur ist überwiegend durch Wohnungsbaugesellschaften geprägt, aber auch durch Einzeleigentümer und Wohnungsbaugenossenschaften.
Das Erweiterungsgebiet grenzt sich in seiner Bebauungsstruktur von der Großsiedlung ab und verfügt sogar über architektonische Besonderheiten.
Die Bebauung entlang der Zeppelinstraße ist im Stile des Expressionismus errichtet worden und in seiner Form in Deutschland einzigartig. Die Gesamtanlage ist denkmalgeschützt. Die von Hans Scharoun errichtete Siedlung an der Falkenseer Chaussee/Zweibrücker Straße/Am Heimhort befindet sich unter Denkmalschutz. Darüber hinaus ist die im Heimatschutzstil errichtete Bebauung im Bereich des Germersheimer Platzes ebenfalls denkmalgeschützt.
Die Nahversorgung für die Bewohner*innen ist im Erweiterungsgebiet recht dürftig ausgestattet, wird aber durch die im weiteren Umfeld ansässigen Einkaufsmärkte aufgefangen.

Entwicklungsziele, Leitbild

Die Großwohnsiedlung und die benachbarten Wohngebiete erfüllen mit der Wohnungsversorgung breiter und vielfältiger Bevölkerungsgruppen wichtige Integrationsfunktionen für die Gesamtstadt. Ziel ist die Stärkung des interkulturell und intergenerationell wertschätzenden Zusammenhalts aller hier lebenden Menschen sowie die Förderung von Engagement und Nachbarschaftshilfe. Die vorhandene Infrastruktur mit Schulen und weiteren Einrichtungen für Bildungs-, Begegnungs- und Freizeitangebote soll bestmöglich genutzt und weiterentwickelt werden, um die Lebenschancen aller Bewohnerinnen und Bewohner im Falkenhagener Feld zu verbessern.

Aktuelle Handlungsschwerpunkte

Integration und Nachbarschaft
Weiterentwicklung und Qualifizierung von nachbarschaftlichen Begegnungsorten; Sichtbarmachung von Angeboten – partizipative Erarbeitung einer Kiezkarte; Schaffung und Förderung von Begegnungsmöglichkeiten für alle Bewohner*innen; Stärkung der Infrastrukturen für zusätzliche Bedarfe von Geflüchteten und Neuzuwanderer*innen
Bildung
Fortführung des Bildungsforums als zentrales Netzwerk im Gebiet; Qualifizierung von Bildungsstandorten und Jugendfreizeiteinrichtungen; Stärkung von Bildungseinrichtungen als sozialräumliche Akteure; Stärkung der Erziehungskompetenzen der Eltern; Verstetigung der Kita-Sozialarbeit; Förderung der Sprach- und Lesekompetenzen von Kindern; Gesundheits- und Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen

Öffentlicher Raum
Qualifizierung (teil-)öffentlicher Freiflächen als Funktionsflächen für Bewohner*innen; Begrünung des Wohnumfelds; Stärkung von Gemeinschaftsgärten und Sensibilisierung für Umwelt- und Klimathemen

Gesundheit und Bewegung
Stärkung der Selbsthilfe in Bereichen gesunde Ernährung und Verbraucherschutz; Förderung und Unterstützung von offenen Bewegungsangeboten sowie bewegungsfördernder Infrastruktur im Bereich des öffentlichen Raums; Unterstützung und Ausbau von Präventionsketten
 
Beteiligung, Vernetzung und Kooperation mit Partnern

Zielgruppenspezifische Ansprache und Partizipationsformen; Diversifizierung der Bürgergremien;  Ausbau und Weiterentwicklung der Bürgerbeteiligung; Pflege der Anerkennungskultur; Stärkung der Selbstorganisation; Vernetzung und Einbindung der Partner

Statistik

BezirkSpandau
Fördergebiet seit 2005 / Erweiterung 1.1.2021
Fördermittel8,087 Millionen €
Fläche123 ha
Einwohnerinnen und Einwohner18.994
Bewohnerinnen und Bewohner
mit Migrationshintergrund
46,2 %
Stand: April 2021

Kontakt und Vorortbüro

Ansprechpartner: Senat, Bezirk, Quartiersmanager

Träger: Stephanus Stiftung

Das Vorortbüro befindet sich in der Falkenseer Chaussee 35, 13583 Berlin.


Richtungsweisende Projekte und Netzwerke

Kita-Sozialarbeit
Mobile Kiezbibliothek MoBI
Mobil im FF